Telefon
In den meisten Orten Spaniens sind öffentliche Telefonzellen
zu finden, die mit Münz-, z.T. auch mit Kartenbetrieb funktionieren.
Im April 1998 wurden alle Telefonnummern in Spanien auf neun
Stellen erweitert. Zu jeder Teilnehmernummer gehört jetzt
die Provinzvorwahl. Es muss also immer die gesamte Vorwahl auch
bei Gesprächen innerhalb der Provinz oder eines Ortes mitgewählt
werden. Die Ländervorwahl von Spanien ist die 0034.
Feiertage
Nationale Feiertage - 1. und 6.
Januar, Karfreitag, 1. Mai, 15. August, 12. Oktober, 8. und
25. Dezember.
Regionale Feiertage - 28. Februar
(Andalusien), 19. März (Castilla-La Mancha; Castilla y
León; Valencia; Extremadura; Galicien; Madrid; Murcia;
Navarra; Baskenland; Melilla), 9. April (bzw. Karsamstag - alle
Provinzen außer Katalonien), 13. April (bzw. Ostermontag
- Katalonien; Valencia; Navarra; Baskenland; La Rioja), 15.
Mai (Madrid Hauptstadt), 30. Mai (Kanarische Inseln); 9. Juni
(La Rioja; Murcia), 24. Juni (Katalonien), 25. Juli (Balearen;
Kanarische Inseln; Galicien; Navarra; Baskenland; La Rioja),
28. Juli (Kantabrien), 2. September (Ceuta), 8. September (Extremadura;
Asturien), 11. September (Katalonien), 15. September (Kantabrien),
9. Oktober (Valencia), 2 November (Andalusien; Aragon; Asturias;
Castilla-La Mancha; Ceuta; Melilla), 9. November (Madrid Hauptstadt),
7. Dezember (Andalusien; Aragon; Asturien; Balearen; Kanarische
Inseln; Kantabrien; Castilla-La Mancha; Castilla y León;
Extremadura; Galicien; Murcia; Ceuta; Melilla).
Öffnungszeiten
In Spanien gibt es keine gesetzlichen Ladenschlußzeiten.
Im Sommer haben kleinere Läden von 9/9.30-14.30 Uhr und
17.30-20 Uhr geöffnet. Größere Geschäfte
und Supermärkte meist durchgehend und auch am Samstag,
teilweise sogar an bestimmten Sonntagen. Im Winter öffnen
kleinere Läden von 9/9.30-14 Uhr und 17-20 Uhr. Bei größeren
Geschäften gelten die Öffnungszeiten ganzjährig.
Banken - Mo bis Fr 8.30-14/14.30 Uhr; Sa im Winter 8.30-13 Uhr
(im Sommer, ca. ab 1. Mai, am Sa geschlossen.
Verhalten/Sicherheit
In den besonders von Ausländern aufgesuchten Großstädten
und Touristenzentren muß vermehrt mit Diebstählen
gerechnet werden (Wegreißen von Taschen, Kameras, Uhren,
Halsketten). Keine wertvollen Gegenstände sichtbar tragen.
Wertsachen, Flugscheine, Bargeld und Schecks sowie Reiseausweise
im Hotelsafe deponieren (nur für den unmittelbaren Bedarf
Benötigtes sowie Fotokopien der Ausweispapiere mitführen).
Geschichte/Politik
Die frühesten Zeugnisse von Ureinwohnern der Iberischen
Halbinsel sind Höhlenzeichnungen aus der paläolithischen
Epoche, die am Golf von Biscaya und in den westlichen Pyrenäen
gefunden wurden. Die Phönizier gründeten um 1100 v.
Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste, z.B. an
der Stelle des heutigen Cádiz. In der zweiten Hälfte
des 3. Jahrhunderts v. Chr. begannen die Kartharger auf die
Halbinsel vorzudringen und gründeten um 230 v. Chr. die
Stadt Barcelona. Ab 200 v. Chr. fiel das Land an die Römer,
die es 600 Jahre in Besitz nahmen. Nach kurzer Herrschaft der
Westgoten zogen 711 Araber über die Meerenge von Gibraltar
und eroberten in Kürze die gesamte Halbinsel. Erst 1492
gelang mit der Eroberung Granadas die Reconquista, die vollständige
Rückeroberung durch die christlichen Heere. Die Ehe zwischen
Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien
begründete 1479 den spanischen Nationalstaat. Im selben
Jahr begründete der von den Herrschern unterstützte
Christoph Columbus mit der Entdeckung Amerikas die spanische
Vorherrschaft zur See. Durch die vernichtende Niederlage der
Spanischen Armada gegen die Engländer im Jahr 1588 verlor
Spanien seine Vormachtstellung in Europa. Bis 1815 kam es zu
einem erbitterten Unabhängigkeitskampf der Spanier von
den Franzosen, der mit der Einführung einer liberalen Verfassung
endete. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts lösten sich die
lateinamerikanischen Kolonien von Spanien. Während des
Ersten Weltkrieges bleib Spanien neutral. 1923 bis 1930 wurde
nach einem Militärputsch Spanien von einem Direktiorium
ohne Parlament regiert. Danach wurde in Spanien die Zweite Republik
ausgerufen. 1936 putschte sich der faschistische General Franco
an die Macht. Der sich anschließende Spanische Bürgerkrieg
(1936-1939) wurde von den Faschisten gewonnen. In den 60er Jahren
wurde ein Gesetz verabschiedet, das König Juan Carlos als
Nachfolger Francos nach dessen Tod bestimmte. Zwei Jahre nach
Francos Tod im Jahr 1975 und der Thronbesteigung Juan Carlos
folgten die ersten freien Wahlen seit 1936. 1982 trat Spanien
der NATO bei und seit 1986 ist es Vollmitglied der Europäischen
Union.
Wirtschaft
Traditionell ist Spanien ein landwirtschaftlich geprägter
Staat. Seit Mitte der fünfziger Jahre ist aber auch die
Industrie sehr schnell angewachsen. Der Tourismus ist in Spanien
ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die wichtigsten landwirtschaftlichen
Produkte sind Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln,
Roggen, Hafer, Reis, Tomaten und Zwiebeln. Spanien ist einer
der weltweit größten Weinproduzenten und verfügt
über ausgedehnte Weinanbaugebiete sowie über Zitrus-
und Olivenhaine. An der Mittelmeerküste werden Zuckerrohr,
Orangen, Zitronen, Feigen, Mandeln und Kastanien angebaut. Der
früher trockene Küstengürtel ist Dank ausgeklügelter
Bewässerungssysteme heute eine der fruchtbarsten Gegenden
in Spanien. Die Korkeiche - für die Korkproduktion - gehört
zu den wichtigsten Bäumen des Landes. Die Fischfangindustrie
spielt in der spanischen Volkswirtschaft eine wichtige Rolle.
Gefangen werden hauptsächlich Thunfisch, Tintenfisch, Seehecht,
Sardine, Sardelle, Markrele und Muscheln. Spanien verfügt
über beträchtliche Mineralienvorkommen wie Kohle,
Eisenerz, Blei und Rohöl. Zu den wichtigsten in Spanien
hergestellten Gütern gehören Stoffe, Eisen und Stahl,
Fahrzeuge, Kleidung und Schuhe, Schiffe und raffiniertes Erdöl.
Religion
Etwa 97 Prozent der Spanier bekennen sich zum römisch-katholischen
Glauben. Es gibt kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden
und Muslimen.
Vegetation
Nur ein kleiner Teil Spaniens ist bewaldet. In den, an den Berghängen
besonders im Nordwesten noch bestehenden, Wäldern gibt
es Eichen und Korkeichen, deren Rinde alle zehn Jahre abgeschält
werden kann. Die natürliche Vegetation in der zentralen
Hochebene besteht vor allem aus Büschen und Sträuchern.
Auf dem trockenen Boden gedeihen Weintrauben besonders gut.
Tierwelt
Zur Tierwelt Spaniens zählen u.a. Wölfe, Füchse,
Wildschweine, Wildkatzen und Rotwild. Zu den berühmtesten
domestizierten Tieren gehören die Stiere, die für
den spanischen Nationalsport, den Stierkampf, gezüchtet
werden. Die Vogel und die Insektenwelt ist vielfältig.
In den Bergflüssen und -seen leben zahlreiche Fischarten
wie Barben, Schleien und Forellen.
Kulinarisches
Spaniens Küche mit ihren regionalen Spezialitäten
zählt Dank der Qualität und Vielfalt zu einer der
Besten der Welt. Charakteristisch ist die Verwendung von Olivenöl,
viel Knoblauch und frischen Produkten. Landesweite Grundgerichte
sind Eier- und Reisgerichte, Fisch- und Meeresfrüchte sowie
Eintöpfe. Aus der maurischen Zeit stammen orientalische
Gewürze wie Zimt, Muskatnuss, Kümmel und Safran. Spanien
hat gute Desserts zu bieten wie u.a. Turrón (aus Honig
und Mandeln), Gewürzkuchen und zahlreiche Früchte
wie Datteln und Feigen. Der Wein gehört zu jedem Hauptgericht
dazu. Das spanische Bier ist hell und wird sehr kalt serviert.
Souvenirs
Das spanische Kunsthandwerk mit seiner langen Tradition bietet
zahlreiche schöne Mitbringsel. Keramik gibt es, mit regionalen
Unterschieden, im ganzen Land. Lederwaren werden vorweigend
in Andalusien, in Katalonien und auf den Balearen angeboten.
Neben Schmuck, Stoffen, Spitzen und Teppichen sind auch spanische
Lebensmittel (Wein, Süßigkeiten, Spirituosen) als
Souvenir sehr zu emp