Lage

Das Königreich Spanien grenzt im Norden an Frankreich, im Osten an das Mittelmeer, im Süden an die Straße von Gibraltar und im Westen an Portugal und den Atlantischen Ozean. Das Staatsgebiet umfaßt auch die Balearen und die Kanarischen Inseln sowie die Provinzen Melilla und Ceuta in Nordafrika.




Fläche

504 782 km².

Bevölkerung
39,7 Mill. Einwohner.



Städte

Madrid (Hauptstadt) 3,1 Mill. Einwohne
Barcelona 1,7 Mill. Einwohner
Valencia 777 400 Einwohner
Sevilla 720 000 Einwohner
Zaragoza 622 300 Einwohner
Málaga 534 700 Einwohner

Bilbao 383 800 Einwohner
Las Palmas/Gran Canaria 374 000 Einwohner
Murcia 345 000 Einwohner

Valladolid 335 000 Einwohner
Palma de Mallorca 325 000 Einwohner
Córdoba 318 000 Einwohenr

Córdoba 318 000 Einwohenr
Santa Cruz de Tenerife 205 000 Einwohner



  • [Bevölkerungszahlen in den Autonomen Regionen: Andalusien 7,2 Mill. Einwohner, Aragon 1,2 Mill. E., Austrien 1,1 Mill. E., Balearen 770 000 E., Baskenland 2,1 Mill. E., Castilla-La Mancha 1,7 Mill. E., Castilla y León 2,3 Mill. E., Ceuta y Melilla 140 000 E., Extremadura 1 Mill. E., Galicien 2,8 Mill. E., Kanarische Inseln 1,6 Mill. E., Kantabrien 540 000 E., Katalonien 6,2 Mill. E., La Rioja 260 000 E., Madrid 5,2 Mill. E., Murcia 1 Mill. E., Navarra 530 000 E., Valencia 2 Mill. E.]

     

  • Sprache
    Amtssprachen sind Spanisch, Katalanisch, Galicisch, Baskisch. In den Touristengebieten wird häufig Deutsch und Englisch gesprochen bzw. verstanden.

     

  • Telefon
    In den meisten Orten Spaniens sind öffentliche Telefonzellen zu finden, die mit Münz-, z.T. auch mit Kartenbetrieb funktionieren. Im April 1998 wurden alle Telefonnummern in Spanien auf neun Stellen erweitert. Zu jeder Teilnehmernummer gehört jetzt die Provinzvorwahl. Es muss also immer die gesamte Vorwahl auch bei Gesprächen innerhalb der Provinz oder eines Ortes mitgewählt werden. Die Ländervorwahl von Spanien ist die 0034.

    Feiertage

    Nationale Feiertage - 1. und 6. Januar, Karfreitag, 1. Mai, 15. August, 12. Oktober, 8. und 25. Dezember.

    Regionale Feiertage - 28. Februar (Andalusien), 19. März (Castilla-La Mancha; Castilla y León; Valencia; Extremadura; Galicien; Madrid; Murcia; Navarra; Baskenland; Melilla), 9. April (bzw. Karsamstag - alle Provinzen außer Katalonien), 13. April (bzw. Ostermontag - Katalonien; Valencia; Navarra; Baskenland; La Rioja), 15. Mai (Madrid Hauptstadt), 30. Mai (Kanarische Inseln); 9. Juni (La Rioja; Murcia), 24. Juni (Katalonien), 25. Juli (Balearen; Kanarische Inseln; Galicien; Navarra; Baskenland; La Rioja), 28. Juli (Kantabrien), 2. September (Ceuta), 8. September (Extremadura; Asturien), 11. September (Katalonien), 15. September (Kantabrien), 9. Oktober (Valencia), 2 November (Andalusien; Aragon; Asturias; Castilla-La Mancha; Ceuta; Melilla), 9. November (Madrid Hauptstadt), 7. Dezember (Andalusien; Aragon; Asturien; Balearen; Kanarische Inseln; Kantabrien; Castilla-La Mancha; Castilla y León; Extremadura; Galicien; Murcia; Ceuta; Melilla).

    Öffnungszeiten
    In Spanien gibt es keine gesetzlichen Ladenschlußzeiten. Im Sommer haben kleinere Läden von 9/9.30-14.30 Uhr und 17.30-20 Uhr geöffnet. Größere Geschäfte und Supermärkte meist durchgehend und auch am Samstag, teilweise sogar an bestimmten Sonntagen. Im Winter öffnen kleinere Läden von 9/9.30-14 Uhr und 17-20 Uhr. Bei größeren Geschäften gelten die Öffnungszeiten ganzjährig. Banken - Mo bis Fr 8.30-14/14.30 Uhr; Sa im Winter 8.30-13 Uhr (im Sommer, ca. ab 1. Mai, am Sa geschlossen.

    Verhalten/Sicherheit
    In den besonders von Ausländern aufgesuchten Großstädten und Touristenzentren muß vermehrt mit Diebstählen gerechnet werden (Wegreißen von Taschen, Kameras, Uhren, Halsketten). Keine wertvollen Gegenstände sichtbar tragen. Wertsachen, Flugscheine, Bargeld und Schecks sowie Reiseausweise im Hotelsafe deponieren (nur für den unmittelbaren Bedarf Benötigtes sowie Fotokopien der Ausweispapiere mitführen).

    Geschichte/Politik
    Die frühesten Zeugnisse von Ureinwohnern der Iberischen Halbinsel sind Höhlenzeichnungen aus der paläolithischen Epoche, die am Golf von Biscaya und in den westlichen Pyrenäen gefunden wurden. Die Phönizier gründeten um 1100 v. Chr. erste Handelsniederlassungen an der Küste, z.B. an der Stelle des heutigen Cádiz. In der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. begannen die Kartharger auf die Halbinsel vorzudringen und gründeten um 230 v. Chr. die Stadt Barcelona. Ab 200 v. Chr. fiel das Land an die Römer, die es 600 Jahre in Besitz nahmen. Nach kurzer Herrschaft der Westgoten zogen 711 Araber über die Meerenge von Gibraltar und eroberten in Kürze die gesamte Halbinsel. Erst 1492 gelang mit der Eroberung Granadas die Reconquista, die vollständige Rückeroberung durch die christlichen Heere. Die Ehe zwischen Ferdinand II. von Aragón und Isabella I. von Kastilien begründete 1479 den spanischen Nationalstaat. Im selben Jahr begründete der von den Herrschern unterstützte Christoph Columbus mit der Entdeckung Amerikas die spanische Vorherrschaft zur See. Durch die vernichtende Niederlage der Spanischen Armada gegen die Engländer im Jahr 1588 verlor Spanien seine Vormachtstellung in Europa. Bis 1815 kam es zu einem erbitterten Unabhängigkeitskampf der Spanier von den Franzosen, der mit der Einführung einer liberalen Verfassung endete. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts lösten sich die lateinamerikanischen Kolonien von Spanien. Während des Ersten Weltkrieges bleib Spanien neutral. 1923 bis 1930 wurde nach einem Militärputsch Spanien von einem Direktiorium ohne Parlament regiert. Danach wurde in Spanien die Zweite Republik ausgerufen. 1936 putschte sich der faschistische General Franco an die Macht. Der sich anschließende Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) wurde von den Faschisten gewonnen. In den 60er Jahren wurde ein Gesetz verabschiedet, das König Juan Carlos als Nachfolger Francos nach dessen Tod bestimmte. Zwei Jahre nach Francos Tod im Jahr 1975 und der Thronbesteigung Juan Carlos folgten die ersten freien Wahlen seit 1936. 1982 trat Spanien der NATO bei und seit 1986 ist es Vollmitglied der Europäischen Union.

    Wirtschaft
    Traditionell ist Spanien ein landwirtschaftlich geprägter Staat. Seit Mitte der fünfziger Jahre ist aber auch die Industrie sehr schnell angewachsen. Der Tourismus ist in Spanien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln, Roggen, Hafer, Reis, Tomaten und Zwiebeln. Spanien ist einer der weltweit größten Weinproduzenten und verfügt über ausgedehnte Weinanbaugebiete sowie über Zitrus- und Olivenhaine. An der Mittelmeerküste werden Zuckerrohr, Orangen, Zitronen, Feigen, Mandeln und Kastanien angebaut. Der früher trockene Küstengürtel ist Dank ausgeklügelter Bewässerungssysteme heute eine der fruchtbarsten Gegenden in Spanien. Die Korkeiche - für die Korkproduktion - gehört zu den wichtigsten Bäumen des Landes. Die Fischfangindustrie spielt in der spanischen Volkswirtschaft eine wichtige Rolle. Gefangen werden hauptsächlich Thunfisch, Tintenfisch, Seehecht, Sardine, Sardelle, Markrele und Muscheln. Spanien verfügt über beträchtliche Mineralienvorkommen wie Kohle, Eisenerz, Blei und Rohöl. Zu den wichtigsten in Spanien hergestellten Gütern gehören Stoffe, Eisen und Stahl, Fahrzeuge, Kleidung und Schuhe, Schiffe und raffiniertes Erdöl.

    Religion
    Etwa 97 Prozent der Spanier bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben. Es gibt kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden und Muslimen.

    Vegetation
    Nur ein kleiner Teil Spaniens ist bewaldet. In den, an den Berghängen besonders im Nordwesten noch bestehenden, Wäldern gibt es Eichen und Korkeichen, deren Rinde alle zehn Jahre abgeschält werden kann. Die natürliche Vegetation in der zentralen Hochebene besteht vor allem aus Büschen und Sträuchern. Auf dem trockenen Boden gedeihen Weintrauben besonders gut.

    Tierwelt
    Zur Tierwelt Spaniens zählen u.a. Wölfe, Füchse, Wildschweine, Wildkatzen und Rotwild. Zu den berühmtesten domestizierten Tieren gehören die Stiere, die für den spanischen Nationalsport, den Stierkampf, gezüchtet werden. Die Vogel und die Insektenwelt ist vielfältig. In den Bergflüssen und -seen leben zahlreiche Fischarten wie Barben, Schleien und Forellen.

    Kulinarisches
    Spaniens Küche mit ihren regionalen Spezialitäten zählt Dank der Qualität und Vielfalt zu einer der Besten der Welt. Charakteristisch ist die Verwendung von Olivenöl, viel Knoblauch und frischen Produkten. Landesweite Grundgerichte sind Eier- und Reisgerichte, Fisch- und Meeresfrüchte sowie Eintöpfe. Aus der maurischen Zeit stammen orientalische Gewürze wie Zimt, Muskatnuss, Kümmel und Safran. Spanien hat gute Desserts zu bieten wie u.a. Turrón (aus Honig und Mandeln), Gewürzkuchen und zahlreiche Früchte wie Datteln und Feigen. Der Wein gehört zu jedem Hauptgericht dazu. Das spanische Bier ist hell und wird sehr kalt serviert.

    Souvenirs
    Das spanische Kunsthandwerk mit seiner langen Tradition bietet zahlreiche schöne Mitbringsel. Keramik gibt es, mit regionalen Unterschieden, im ganzen Land. Lederwaren werden vorweigend in Andalusien, in Katalonien und auf den Balearen angeboten. Neben Schmuck, Stoffen, Spitzen und Teppichen sind auch spanische Lebensmittel (Wein, Süßigkeiten, Spirituosen) als Souvenir sehr zu emp